Solawi Wilhelmsburg + Baubeginn Rialto-Projekt

Das Jahr 2018 hat laut begonnen – nicht nur durch Raketen und Sylvester-Knaller (davon gibt’s hier in Willie-town jede Menge), sondern auch mit dem Abriss unseres Nachbargebäudes. Das alte „Rialto-Kino“, welches schon lange leer stand und baufällig war, wurde jetzt entfernt um die Fläche wieder zu nutzen. Hier wird ein neues Wohn- und Kulturprojekt entstehen! Der Neubau der befreundeten „Projektgruppe Rialto“ (Projektgruppe Rialto) hat begonnen und wird 2019 fertig gestellt werden. Im Rialto wird das Erdgeschoss – genau wie bei uns- als kulturelle Fläche genutzt werden. Bei dem turbulenten Abriss ging – bis auf einen Zwischenfall der mit einem Brett durch die Wand über dem Klavier in unserem Vereinsraum zu tun hatte – alles gut!

Stilleben „Brett in Wand über Klavier“

In Wilhelmsburg entsteht gerade eine regionale Solawi (Solidarische Landwirtschaft). Hier beteiligen wir uns und werden Anteile für unsere Gemeinschaft annehmen und das gemeinsame „ackern“ auch auf Gemüse erweitern. Hier der Link: Solawi-Wilhelmsburg – und wer Interesse daran hat „Ran ans Gemüse“, es gibt noch freie Plätze! Einfach direkt bei der Solawi melden.

Der Kauf des Hauses steht unmittelbar bevor – wir halten euch hier auf dem Laufenden und freuen uns schon auf das Ereignis!

solidarische Grüße

eure Mokry´s

2017 in der Mokry – was ging ab

Das letzte Jahr ist im nu vorbeigeflogen! Und was so alles bei uns in der Mokry passiert ist haben wir hier für euch zusammengefasst. 2017 war für uns voller Ereignisse, gemeinsamen Alltag + Festen, miteinander lernen, Selbstorganisation und weiteren Schritten bei unserem Hauskauf.

 

im Laden geht´s ab

Der Laden brummt und wird von einem Kollektiv (bestehend aus Menschen aus der Nachbarschaft und vielen HausbewohnerInnen) Konsens basiert, und offen für alle, ermöglicht. Es gibt regelmäßige Treffen und unterschiedliche unkommerzielle Veranstaltungen. Von unserem „Lazy Bird“ (lecker Frühstück + Mittag / Brunch) der zweimal die Woche stattfindet über den „Babyclub“ (Treffpunkt für Mini-Kids mit ihren Erwachsenen im Schlepptau), dem „Brettspielclub“, „Sketch-Corner / Tüdelrunde“, gemütlichen Abenden und vielem mehr. Die Termine könnte ihr auf der eigenen Seite des Ladenkollektivs einsehen – kommt gerne vorbei, wir freuen uns auf euch!

Lazy Bird – Mittagessen in der Sonne
gemütlicher Abend im Laden

Werkel-Bewegung im Haus

Aber auch im restlichen Haus passiert viel – die Küche im Erdgeschoss wurde von uns ausgebaut und kann jetzt für größere Koch-Äctions und den „Lazy Bird“ voll genutzt werden. Zusätzlich haben wir unsere eigene hausinterne Food-Coop gegründet und beziehen kollektiv leckere Dinge. Wir sind auch unsere Keller-Ungetüm angegangen und haben dieses ausgebaut – es ist doch erstaunlich wieviele Dinge sich in so kurzer Zeit ansammeln können. Jetzt ist die Decke verschalt, der Boden versiegelt, die Lüftung läuft und Regale sorgen dafür, dass die Dinge theoretisch geordnet werden können.

Keller-Ausbau
Äction!

GmbH steht

Noch ein wichtiges Ereignis: unsere GmbH steht! Und wir sind aktive Teilchen des MHS und haben an allen Vollversammlungen in unterschiedlichsten Städten teilgenommen. Für die VV in Hamburg haben wir gemeinsam mit dem befreundeten Projekt „Turm“ in Altona für das leibliche Wohl von allen Teilnehmenden gesorgt und bei strahlendem Sonnenschein und guter Musik geschnippelt und gekocht.
Auch die neuen, regionalen MHS-Nord-Treffen in gemütlicher Runde sind für uns eine inspirierende, schöne Möglichkeit uns mit anderen Projekten auszutauschen.

 

lecker Essen

Von den WandergesellInnen die häufig bei uns sind haben wir gelernt, dass alles was häufiger als dreimal passiert ein Ritual ist. Unser Jahres-Abschluss-Essen ist auf einem guten Weg dorthin, es hat jetzt schon zweimal statt gefunden – dazu kommt das große Geburtstags-Sommer-Essen. An einer ellenlangen-Tafel kommt das gesamte Haus mit (fast) allen und FreundInnen zusammen.

1.Geburtstags-ellenlange-Tafel

Wir sind gespannt was 2018 alles passieren wird und freuen uns auf den finalen Hauskauf der jetzt unmittelbar bevor steht!

Und noch eine schöne Neuigkeit zum Schluss: 2017 ist unser Projekt weiter gewachsen – denn es gab Nachwuchs und jetzt ein paar Mini-Mokry´s mehr im Haus 🙂

bis bald,
eure Mokrys

Ein neues Jahr – Ein neuer Eintrag

Unser erster Jahreswechsel in der Mokry. Da kommen nostalgischen Gefühle auf: 3642 Mails über unsere Verteiler, mehr als 330 Plena und Arbeitstreffen, 78 Paar Schuhe vor der 3. Stock Tür, ca. 25 mal Yoga im Bewegungsraum und 1 gebrochener Arm.
Eines neues Jahr beginnt,  Alltag stellt sich langsam ein, das Gröbste ist geschafft, die Bauarbeiten sind größtenteils abgeschlossen, die Stockwerke grooven sich langsam ein und die vier Waschmaschinen im Keller laufen FAST ununterbrochen.
Im Oktober waren wir mit von der Partie bei den Ateliertagen. Pünktlich zu diesem Termin wurde das alte Ungetüm von Tresen aus dem Ladenlokal entfernt und ein neuer Tresen den alten Flurtüren gezaubert. Zu verdanken haben wir den einem tiefenentspannten und tatkräftigen Haufen Wandergesell*innen! Juhu Danke!
Tresenbau im Laden
Und dann bewegt sich was unten im Laden: Einige Menschen aus dem Viertel füllen das Ladenlokal mit Leben. Wie fett das werden kann, konnte mensch am 18. Dezember live erleben. Von nun an wird es immer mehr Veranstaltungen geben. Der Laden und die Ladengruppe stehen allen offen. Kommt gerne zu den Treffen. Fragen oder Veranstaltungsideen: Schreibt uns an kontakt.mokryhuetten@posteo.de!
Die nächsten Treffen im Januar sind jeweils Sonntags (22. und 29. Januar) um 14 Uhr geplant. Seid dabei! 
Ansonsten können wir verraten, dass die GmbH Gründung auf dem Weg ist und in den nächsten Tagen abgeschlossen wird. Hauskauf wir kommen!
Hier noch ein Bild von unserem Jahresabschlussessen (endlich mal fast alle drauf!!):
Gruppenbild (fast) aller Bewohner*innen

Glücklich und zufrieden

13.11.2016 Einladung zum offenen Treffen

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

mokry-haus
bald wird es einen offenen Gemeinschaftsraum in der Mokrystraße 1 geben. Wir sind interessiert an euren Ideen und Gedanken zu diesem Raum und möchten euch gerne einladen. Dieser Raum kann mit Workshops, Veranstaltungen, Austausch und Vorträgen bespielt werden. Hierfür sind alle herzlich eingeladen, die Ideen & Wünsche zur Mitgestaltung haben oder sich informieren möchten.

Am Sonntag, den 13.11.2016 um 11:30 Uhr in der Mokrystraße 1, Wilhelmsburg.

Jede und jeder kann kommen! Es wird Snacks, Getränke, eine kurze Präsentation mit anschließender offener Runde geben – wir freuen uns sehr, wenn du vorbei kommst!

Herzlichst,

die Rialtos und GoMokry*s

 

Sommer Update – Wir sind drin!

Die letzten Sommermonate steckten voller Aufgaben und Arbeit, sodass wir unseren Blog etwas vernachlässigt haben. Nun eine kleine Zusammenfassung, denn es ist viel passiert:

Zunächst stand die Renovierung der Privaträume an, damit alle rechtzeitig einziehen können. Während der Renovierungsarbeiten wurden 2 Tonnen Holzfußboden im Dachgeschoss von uns verlegt, über 1 Tonne weißer Farbe verbraucht und beinahe alle Böden geschliffen, geölt und auf Hochglanz poliert. Wir durften selbst erleben, wie schnell man zum Spießer wird, wenn Leute mit Schuhen auf’s Parkett latschen, das soeben verlegt wurde. Nachdem Wände und Böden fertig gestellt waren, begann das große Umziehen mit bis zu sechs Umzügen am Tag. Endlich konnten wir mit der Einrichtung der Küchen, Bäder und privaten Zimmer beginnen, was bis heute anhält.

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Um all die Mühen zu feiern, veranstalteten wir am 27. August eine dicke Party mit spannenden Kickerpartien, großartiger Musik von Live-Bands und Djs und einer Rigaer-Straße-Soli-Bar von unserem Schwesterprojekt Scharni aus Berlin, das uns auch mit toller Lichttechnik unterstützte. Neben dem Ladenlokal bespielten wir nun auch erstmals unseren Keller.

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Nach den Aufräumarbeiten ging’s gleich wieder ans Renovieren der kleinen Wohnung im Erdgeschoss für den Sozialen Träger, Fähre e.V. und begrüßen nun herzlich unsere neue Mitbewohnerin.

Ein Hausprojekt bedeutet auch immer viel Schlepperei. Viele Leute brauchen viel, und viel wird bewegt. Um uns alltägliche Touren zu erleichtern, haben wir uns ein Lastenfahrrad von XYZ Cargo Bikes (http://www.xyzcargo.com) besorgt, welches auch gern gegen Pfand ausgeliehen werden kann. Ein Motor erleichtert auch größere Transporte von Einkäufen, Holz usw.

Als nächstes stehen die öffentlichen Flächen an. Unser Büro, die Werkstatt und das Ladenlokal wollen renoviert und eingerichtet werden. Auch der Bewegungsraum und die Gästezimmer sind noch nicht ganz fertig. Falls ihr ein bisschen Zeit über habt, freuen wir uns immer über Hilfe.

Die nächsten konkreten Termine sind die Wochenenden vom 16.09. – 18.09. (Fokus auf das Büro und Werkstatt) und 23.09. – 25.09. (Fokus auf das Ladenlokal und den Bewegungsraum).

Ein weiterer wichtiger Termin ist das Reiherstiegsfest am 17.09. ab 12 Uhr bei der Kirche in der Mannesallee, bei dem wir mit Glücksrad, Infomaterial und Kuchen vertreten sind.

Es ist toll endlich im Haus zu sein und sich mit den neuen Herausforderungen des miteinander Lebens zu beschäftigen. Wir planen übrigens immer noch das Haus Anfang nächsten Jahres zu kaufen. Für diesen Zweck brauchen wir nach wie vor Direktkredite. Falls ihr also Geld sozial und nachhaltig anlegen wollt, schreibt uns gerne für genauere Informationen an.

Vielleicht sehen wir uns ja an den kommenden Wochenenden in der:
Mokrystr. 1-3
21107 Hamburg
(S Bahn bis Veddel/ Bus 13 (3 Haltestellen) bis Vogelhüttendeich)

– eure Mokrys*

°°:::erstes großes BAUWOCHENENDE:::°°

Wir sind ganz aufgeregt, aber ja es ist soweit:

Wir laden euch alle ein zu unserem ersten großen gemeinsamen

**++~+*+~++** BAUWOCHENENDE **++~+*+~++**

 

Liebe Freund*innen, Unterstützer*innen, Bauwütige und
Streichkünstler*innen,

am 16.7. und 17.7. planen wir Großes mit euch 🙂
Da unser Umzug immer näher rückt (zum 01.08. solls ja so richtig los gehen in der Mokry), wollen wir ein Wochenende so richtig reinhauen und streichen, streichen, schleifen, streichen was das Zeug hält.
Jeweils von 10 Uhr bis der Pinsel aus der Hand plumpst und das
Feierabendbierchen lockt – auf das wir euch neben Baustellenverpflegung einladen möchten.

Seid ihr dabei?
Dann schreib doch einfach kurz eine email an: mokry13@riseup.net
Wenn ihr habt, bringt gerne Pinsel, Rollen und Teleskopstangen mit.

Dann bis nächste Woche in der
Mokrystr. 1-3
21107 Hamburg
(S Bahn bis Veddel/ Bus 13 (3 Haltestellen) bis Vogelhüttendeich)

– eure Mokrys*

Update April

Es ist Wahnsinn, jedes Mal, wenn wir nun in unser zukünftiges Haus kommen, hat sich etwas verändert, steht eine Wand da, wo vorher keine war, sind Fliesen und Boden verlegt, ist gedämmt und getrocknet, verputzt und verlegt. Es ist einfach toll diesen Prozess so nah mitzuerleben und den Bau so schnell voranschreiten zu sehen. Auch auf diesem Wege möchten wir den Menschen, die sich dafür tagtäglich auf der Baustelle anstrengen, nochmal vom ganzen Herzen danken!
Aber auch für uns kommt nun langsam die Zeit selbst Hand anzulegen. Endlich! So kratzen wir diesen Monat Tapeten- um Tapetenschicht ab und fanden darunter den ein oder anderen künstlerischen Schatz von vor hundert Jahren. Ein witziges Gefühl beschleicht einen, wenn wir uns vorstellen wer wohl schon alles in diesen Wänden gewohnt hat und wir sind ein bisschen stolz, dass wir die Bausubstanz mit so viel Mühe und Kraft erhalten können.
Das Schwelgen in der Vergangenheit wird da nur unterbrochen von den rapide schwindenden Kräften in den Oberarmen und der Verzweiflung über die unglaublich starke Verbindung, die Tapete und Leim in einer so langen Zeit eingehen können.
Während wir noch die Wände von überschüssigem Putz befreien, ist der Innenausbau im Dachgeschoss schon fast fertig.
Aber so ein Haus braucht natürlich nicht nur Wände und ein Dach, sondern will ja auch verwaltet und belebt werden. Also ging es in unseren Plenas weiterhin um GmbHs, BHKWs, Schließsysteme und Zusammenwohnen.
Auf der der „Mokry goes Koze“ Party haben wir dann aber auch gezeigt, dass wir neben der Arbeit das Vergnügen auf keinen Fall zu kurz kommen lassen. Feiern und tanzen bis in die Morgenstunden gehören eben auch zu unseren Stärken.
Und wer jetzt noch keinen von unseren supermäßig leckeren veganen Dönern probiert hat, ist selber schuld. In einer weiteren Soli-Schicht im Knallhart haben wir wieder einige Menschen satt und glücklich gemacht.
Ein großer Dank geht diesen Monat an Simons Mutter, die bei ihrer After Work Party für unser Projekt Spenden gesammelt hat und uns damit sehr unterstützt.
Außerdem danken wir ganz herzlich an Adiyaman Cigköftecisi die den besten Cig-Köfte in Wili machen, uns aber auch einen riesigen Tisch, einen Kühlschrank und vieles mehr schenken.
Wir freuen uns auf eine gute Nachbarschaft!

Beyond Welcome: Eine andere Planung ist möglich

Aufruf des Bündnis Leerstand zu Wohnraum

Samstag 28. Mai 2016
Paradenbeginn um 14 Uhr Feldstraße
Public Hearing ab 16 Uhr Axel Springer Platz 

Hamburg hat ein „Flüchtlingsproblem“? Nein, Hamburg hat ein Wohnungsproblem. Jahrzehntelang haben Immobilienentwickler und Politiker so geplant, als lebten in unseren Städten hauptsächlich Gutverdiener, als hätten Menschen mit kleinem Einkommen und Obdachlose kein Recht auf Stadt und als könnten die weltweiten Fluchtbewegungen Europa nicht erreichen. Die Flucht von über eine Million Menschen nach Deutschland vor Krieg, Armut und Terror hat deutlich gemacht, dass diese Stadtplanung verantwortungslos ist. Plötzlich wird klar, dass eine Politik, die immer „Ghettoisierung“ wittert, wenn es um Sozialwohnungen geht, an den historischen Herausforderungen unserer Zeit scheitert. Die neoliberale Stadt hat keine Konzepte für bezahlbares, gutes und nachhaltiges Bauen hervorgebracht, sie hat den sozialen Wohnungbau zum Investoren-Förderprogramm gemacht – und all das rächt sich nun. Es ist allerhöchste Zeit, darüber zu sprechen, wie wir unsere Städte anders weiterbauen können.

Deshalb wollen wir am 28. Mai zu einer Parade aufrufen, die in einer Versammlung unter dem Motto „Eine andere Planung ist möglich“ mündet. Wir starten an den Messehallen und greifen hier einen Vorschlag der Hamburgischen Architektenkammer auf: Wozu braucht Hamburg in zentraler Lage ein Messegelände, das den größten Teil des Jahres ungenutzt herumsteht? Geht das nicht auch an der Periferie – und wie könnte eine Umnutzung aussehen? Wir beschließen die Parade auf dem Vorplatz des leerstehenden Axel-Springer-Hauses endet – 90.000 Quadratmeter Nutzfläche, die ideal wären, um ein Exempel für diese andere Planung zu statuieren. Der richtige Ort für ein Public Hearing, um über eine Stadt zu sprechen, in der Höher und Mehr nicht nur für die gilt, die es sich leisten können.

Wir brauchen eine Planung, die Plattformen von Teilhabe und Aushandlung mitdenkt, die die neuen Nachbarschaften zusammenbringt. Die nachhaltigen sozialen Wohnungsbau organisiert, in dem sie Genossenschaftsprojekte und neue Formen der Kommunalisierung auf den Weg bringt – statt mit den neuen Wohnsiedlungen für Geflüchtete ein Privatisierungsprogramm zum Wohle der Immobilienbranche anzuschieben. Nicht zuletzt brauchen wir eine Perspektive auf Wohnungs- und Obdachlosigkeit, in der Herkunft und Status keine Rolle spielen.

Wir werden die Stadt nicht den „Not-in-my-backyard“-Bürgerinnen und Bürgern überlassen, die die neuen Ankunftsstadtteile reflexartig als „Ghettos“ dämonisieren. Wir glauben auch nicht, dass die vom rot-grünen Senat durchgezogene Abschiebungsoffensive, die derzeit mehrere hundert Geflüchtete im Monat betrifft, irgendeine „Erleichterung“ bewirkt – sie ist ein grausamer und zum Scheitern verurteilter Versuch, das rechtspopulistische Mütchen zu kühlen – weshalb wir an dieser Stelle auf die „Migration is a right! Deportation is a crime!“-Demonstration am 14. Mai hinweisen wollen.

Wir meinen: Die Stadt hat keine Obergrenzen, in den Städten bleiben Fremde nicht fremd, das Wesen von Stadt ist Verdichtung – sie schafft Platz und macht schlau.

Facebook-Event der Demo

Update März

Mit sieben Meilen Stiefeln geht es auf die Fertigstellung unseres Hauses zu. Auch der März steckte voller Änderungen, Neuerungen und Überraschungen.

Obwohl die Handwerker sich ins Zeug legen, wird es wohl eine weitere (letzte?) Verschiebung des Einzugstermins (auf August) geben. Der Dachausbau dauerte länger als gedacht und so verzögerten sich die darauf folgenden Arbeiten.

Die Innengestaltung ist nun langsam auf unserer Agenda. Wir durften uns Gedanken über die Fliesen unserer Bäder machen. Diese Entscheidung entpuppte sich jedoch eher als Fluch denn als Segen, denn schnell war klar, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt und wir doch alle sehr verschiedene Meinungen vertraten. Am Ende konnten wir uns nach kräftezehrender Diskussion auf eine Variante einigen.

Auch im Bezug auf das BHKW gab es eine Entscheidung: Da wir keine Kontraktoren für den Betrieb gewinnen könnten, machen wir’s nun einfach selbst. Das erfordert einiges an technischem Know-how, die BHKW AG stellt sich aber der großen Herausforderung mit fachkundlicher Unterstützung.

Da in der straffen Tagesordnung der Plena das „WIR“ manchmal viel zu kurz kommt, war es mal wieder Zeit für einen kompletten Tag ganz im Namen von Mokry. Im BI Integrationszentrum in der Rudolfstraße hatten wir endlich mal wieder Raum und Zeit zusammen zu quatschen, schmausen und all die lang aufgehobenen Themen ausführlich zu bearbeiten. Auch wenn am Ende solcher Tage viele mit schwirrenden Köpfen ins Bett fallen, tut es doch gut sich eingehender miteinander zu beschäftigen und so den Zusammenhalt zu stärken.

Unter dem Motto: „Genug Pleniert!“, veranstalteten wir unsere erste Nachbarschaftskneipe in der Fährstraße 105. Und wie erhofft war es ein wunderschön gemütlicher bis feuchtfröhlicher Abend mit Freund_innen!

Die größte Freude machte uns jedoch eine schon lang ausstehende Entscheidung: Die Zusage für das Rialto Gebäude direkt nebenan wurde erteilt. Nach langem zittern und viel Arbeit bekamen wir die grandiose Nachricht, dass unsere guten Freund_innen und Verbündete den Zuschlag für das Gebäude bekommen haben! Wir freuen uns unglaublich und werden ihnen bei dem riesigen Berg Arbeit der nun auf sie zukommt, gerne beiseite stehen. Als Genossenschaft organisiert, kann das Projekt zwar nicht Teil des Mietshaussyndikats werden, bekommt aber für den Neubau von der Stadt Zuschüsse. Schon bald wird es also auf dem Gelände eine weitere Baustelle geben und ein neues Projekt, was sich in der Stadtteilpolitik engagieren will, steht in den Startlöchern.

Mit unseren neuen Nachbar_innen wird es eine Menge Verknüpfungspunkte geben. Als erstes werden wir zusammen das Grundstück der beiden Häuser mit der (kurz vor der Gründung stehenden) Mokry GmbH kaufen. Die Flucht ins Betongold nimmt Formen an!

Spannend ist auch, dass die Mokry Familie nun beinahe komplett ist. Ein paar wenige Plätze sind noch für den Einzugstermin im Haus frei und viele Unterstützer_innen sind gewonnen. Ein wirklich schönes Gefühl.

Neben all den Aufgaben, die nun auf der Zielgerade auf uns zukommen, wird es eine große Herausforderung sein, die restlichen Direktkredite einzuwerben. Wir haben uns dieser angenommen und sind fleißig dabei Stiftungen anzuschreiben, Solischichten zu machen und auf anderen Ebenen unser Projekt vorzustellen. Wir freuen uns über Unterstützung jeglicher Art!