Genug Pleniert! – Veranstaltungen jenseits von Orgakrams im März/April

Plenieren und Organisieren ist ja alles gut und schön, aber dabei darf der Ausgleich auch nicht fehlen.
Also gibts gleich 2 Termine in nächster Zeit, bei denen wir uns freuen würden euch zu sehen:
Wir laden euch am Freitag, den 25.03. ab 21h zur Nachbarschaftskneipe in die Fährstraße 105 auf ein gemütliches Getränk und einen entspannten Abend ein.

Flyer Kneipe web

Und weiter gehts für die, die auch gern mal das Tanzbein schwingen. Am Samstag, den 16.04. besuchen wir unsere guten Freund_innen aus dem KoZe und wollen schon den Nachmittag am liebsten mit Kuchen, Kind und Kegel (also bringt mit was ihr habt) mit euch verbringen, um dann am Abend die Boxen ein bisschen lauter zu drehen und ne ordentliche Runde mit euch zu feiern.

(mehr Infos to be announced)
Bis dahin grüßt euch eure Mokry*-Gäng

Update Januar/Februar

2016. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Und wir haben grad so viel um die Ohren, dass wir noch nichtmal dazu kamen die Ereignisse des Januars aufzuschreiben, dafür hat es dieser Bericht nun doppelt in sich!

So wie das letzte endete, beginnt auch dieses Jahr mit Fragen rund um das Thema wie wir miteinander leben wollen. Solidarisches Zusammenleben ist eines der Prinzipien unseres Projekts, doch wie sich dieses in der Praxis realisieren lässt, muss immer wieder aufs Neue verhandelt und besprochen werden. So zum Beispiel die Frage der Miete und wie sie auf die Bewohner_innen verteilt wird. Zur Zeit streben wir ein Einheitsmietmodell an, wobei Leute, die mehr geben können, Anderen aushelfen, die nicht so viel zahlen können.

Die Mietfrage wird vor Allem deswegen konkret, weil sich die Bewohner_innen der einzelnen Stockwerke nun treffen und konkret darüber sprechen wer in welchem Zimmer wohnen wird. Dieses Bedürfnis soll unserer Meinung nach auf keinen Fall darüber entschieden werden, wie viel finanzielle Mittel eine Person zur Verfügung hat. All dieses sind sehr spannende Diskussionen, die uns umso mehr zeigen, was es heißt selbstbestimmt zu wohnen und solidarisch miteinander umzugehen.

Zum Richtfest gab es schon einen ausführlichen Bericht. Hier soll nur nocheinmal den Handwerkern und Herrn Grevenkamp gedankt werden. Es war ein sehr schöner Tag und wir freuen uns umso mehr auf die Einweihungsfeier.

Nach 2 ½ Monaten Produktionszeit ist endlich unser erstes größeres Druckerzeugnis fertig gestellt!
CoverMappeWir sind mächtig stolz und unser besonderer Herzensdank gelten Sara und Jana und allen anderen, die mitgewirkt haben.

Zum einen ist es natürlich wundervoll eine Art Zusammenfassung der letzten Monate in den Händen zu halten, zum anderen wollen wir mit einer so professionellen Arbeit auch offensiver daran gehen, Direktkredite einzuwerben und Leute von unserem Projekt zu überzeugen.

Auch wenn es diesen Monat hitzig zuging, bleibt unsere Heizung bis auf weiteres kalt, denn leider haben alle Betreiberfirmen, die wir als Kontraktoren angefragt haben, abgesagt. Da bleibt nur die altbewährte Weisheit: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (selbst)! Darum sind wir nun mit verschiedenen Wohnprojekten im Gespräch, die ihre BHKW in Eigenregie betreiben und holen uns das nötige Knowhow von befreundeten Ingeneur_innen.

Außerdem gab es einen kleinen Ausflug, denn eine kleine Delegation von uns besuchte am 20. Februar nach dem Richtfest die Mitgliederversammlung des Mietshäuser Syndikats in Berlin. Es war eine tolle Erfahrung viele andere selbstverwaltete Projekte kennenzulernen und dazu Menschen, die für dasselbe brennen wie wir. Vor allem haben wir uns schnell mit Menschen aus der Gleiserei aus Leipzig angefreundet, die genau wie wir, bei der im Sommer stattfindenen Mitgliederversammlung in Hamburg, den Beteiligungsbeschluss beantragen.

Übernachten durften wir in der Scharni. Mit unserem Schwesterprojekt haben wir beschlossen uns gegenseitig bei den nächsten Festen, wie zum Beispiel dem Sommerfest in der Scharni oder den ersten Einzugsfeiern bei uns, unter die Arme zu greifen und zu unterstützen. Das können wir kaum noch abwarten!

Am Samstag Abend wurde zum Feiern in die Rigaer Straße 78, in die Kneipe „Abstand“ eingeladen. Dort wurden wir Zeuge einer sehr unschönen Geschichte. Die Polizei verschaffte sich unter Anwendung von Gewalt gegen Sachen und Personen zutritt zu den Räumlichkeiten. Mehr über die Ereignisse, könnt ihr bei Indymedia nachlesen.

Nicht nur aus dieser persönlichen Betroffenheit ist es uns wichtig nocheinmal auf die Ereignisse im Januar rund um die Rigaer Straße hinzuweisen. Wir sind entzetzt und wütend wegen der Übergriffe auf das Hausprojekt in der Rigaer Straße und wünschen den Freund_innen viel Kraft bei der Auseinanderstzung und dem Widerstand gegen die Repression. Insgesamt sehen wir zur Zeit eine Zunahme von Übergriffen seitens des Staates auf Hausprojekte und selbstbestimmtes Leben. Dagegen hilft am besten zusammen zu stehen und der damit gewollten Vereinsamung und Vereinzelung entgegenzuwirken.

Auf ein kämpferisches 2016.
Eure GoMokry*